Stadtrundgang durch Lüneburg
Lüneburg, die Salz und Hansestadt mit seiner wunderschönen Altstadt stand schon länger auf meiner Deutschland-Bucketlist.
Wegen des tief unter der Stadt liegenden Salzstocks wurde Lüneburg im Mittelalter in den Kaufmann- und Städtebund Hanse aufgenommen und eben dieses Salz, das auch als weißes Gold bezeichnet wurde, machte die Stadt reich. Dies kann man heute noch sehen.
Nach unserer Nacht im Museum Lüneburg starteten wir unseren Stadtrundgang, der ca. 1.5 Sunden dauerte.
Das Wasserviertel und der Stintmarkt
Unser erstes Ziel war das Wasserviertel. Im Wasserviertel liegt der Stintmarkt, der seinen Namen bekommen hat, weil hier früher der Fisch Stint gehandelt wurde. Heute ist der Stintmarkt ein Ausgehviertel in Lüneburg. Hier findet ihr auch den historischen Hafenkran, der 1797 erbaut wurde.
Alte Rathsapotheke
Von dort ging es weiter zur Rathsapotheke mit Ihrer wunderschönen Außenfassade.
Das Rathaus
Vor dem Rathaus war heute, am Samstag, ein großer Markt mit allerlei Leckereien.
Das schwangere Haus
Als ich in einem Blogbeitrag auf das schwangere Haus traf, bin ich neugierig geworden und so musste dieser Stopp mit auf die Liste. Man kann tatsächlich deutlich sehen, woher das Haus seinen Namen hat. Als es erbaut wurde, nahm man als Ersatz für Mörtel Gips und Anhydrit. Dieses reagierte auf Feuchtigkeit und die Mauer wölbte sich nach außen.
Das Senkungsgebiet
Anschließend ging es durch das Senkungsgebiet (Straße "Auf dem Meere").
Dieser Teil der Altstadt senkt sich jedes Jahr um bis zu 13 cm. Musste man früher noch 3 Stufen zur Eingangstür hinauf gehen, muss man heute sogar hinunter gehen.
Die Saline liegt unter der Stadt und durch die Salzgewinnung sind Hohlräume entstanden, die nun für die Absenkung verantwortlich sind.
Die St. Michaelis Kirche
In die St. Michaelis Kirche ist Johann Sebastian Bach zur Schule gegangen.
Der Kalkberg
Der Kalkberg, der eigentlich ein Berg aus Gips ist, war ursprünglich 80 m hoch, wurde jedoch über die Jahre abgebaut, um Baumaterial zu erhalten.
Von oben hat man eine tolle Aussicht über Teile der Altstadt und dem Naturschutzgebiet. Hier stand bis zum 14. Jahrhundert auch eine Burg. Die noch vorhandene Kanone stammt jedoch aus einer neueren Zeit und wurde abgefeuert, wenn jemand aus dem Gefängnis ausbrach.
Am Sande
Am Sande ist ein zentraler Platz in Lüneburg, der Mittelalter sandig war und daher seinen Namen erhalten hat.
St. Johannis Kirche
Die St. Johannis Kirche ist die älteste Kirche Lüneburgs. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass der 108 m hohe Turm schief ist. Dazu gibt es eine Legende:
Der Baumeister, der unglücklich über die starke Schieflage des Turm war, stürzte sich von diesem herumter. Da in dem Moment ein Heuwagen darunter fuhr und er wie durch ein Wunder darauf landete, beschloss er, dass die Schieflage Gottes Wille war.
Kirchtürme werden übrigens wegen der Windlast immer leicht schief gebaut.
Der Wasserturm
Der Wasserturm hat eine Aussichtsterrasse mit einem wunderschönen Blick über die Stadt. Wir hätten Sie gerne besucht, leider war der Turm aber entgegen der Angaben auf der Homepage wegen einer Hochzeit geschlossen. Hätten wir das gewusst, wären wir natürlich noch am Freitag trotz Regen hoch gefahren :(
Die Ratsmühle
Die Ratsmühle sorgte früher für die Versorgung der Stadt durch Getreide. Insgesamt gab es drei Mühlen in Lüneburg.




Kommentar schreiben