Wildes Mallorca

Unsere diesjährige Mallorcareise stand irgendwie unbeabsichtigt unter dem Stichwort wildes Mallorca. Warum? Weil wir nicht einmal die Sonne gesehen haben, dank dem Saharasandsturm, dafür aber jede Menge einsame Steilküste.  Außerdem waren  die Orte, die wir besucht haben, die fast verlassen und verwildert.

Tag 1 Anreise und Ballermann

Eine Woche Resturlaub im März. Was tun? Zu Hause bleiben und den Garten machen? Näh, eine Woche Ostsee? Ganz schön teuer dieses Jahr und dann erst die Spritpreise.. Hm, im September haben wir wegen des Regens einige Ausflüge auf Mallorca nicht machen können, also schnell geschaut, ob es passende Flüge gibt und zack bum spontan gebucht.

 

Am Sonntagmorgen ging es dann ganz entspannt nach Mallorca und gegen Mittag waren wir im Hotel. Zum Glück war unser Zimmer auch schon fertig.

Nachdem wir die Koffer ausgepackt haben musste ich natürlich erstmal an den Strand. Endlich wieder das Meer sehen. An der Promenade spazierten wir ganz gemütlich Richtung Ballermann 6, da wir beide bisher noch nie dort waren. Ein Abstecher zum Bierkönig durfte natürlich auch nicht fehlen 😉 Es war alles so schön leer, kaum vorstellbar, wie das hier zur Hauptsaison aussieht.


Den Abend haben wir dann im Hotel verbracht.

Tag 2 – Cuber Stausee und Playa de Palma

Nach einem leckeren Frühstück im Hotel ging es mit dem Leihwagen durch das Gebirge Serra de Tramuntana zum Cuber Stausee. Dieser dient vor allem der Trinkwasserversorgung von Palma.

In ca. einer Stunde kann man den Stausee zu Fuß umrunden und trifft unterwegs auf Schafe und Ziegen. Auf einigen Blogs habe ich auch gelesen, dass man hier Esel treffen kann, die haben sich aber leider vor uns verstreckt.

Am Eingang gibt auch eine Übersichtskarte mit Wanderwegen, die aber deutlich länger dauern und wahrscheinlich auch anspruchsvoller sind.

 

Kostenlose Parkplätze gibt einmal direkt vorm Eingang und einmal kurz davor, wenn man aus Richtung Soller anreist. Außerdem sollte man einen Stopp bei dem bei Google makierten Aussichtspunkt einlegen. Von hier hat meine eine tolle Sicht auf den See.

Beachtet bitte, dass es hier keine WC und keine Möglichkeit etwas zu Essen oder Trinken zu kaufen gibt. 

Eigentlich wollten wir auf dem Rückweg zum Hotel noch bei einigen Aussichtspunkten halten, aber es ging zu den Parkbuchten immer so tief runter, dass wir uns das mit dem Auto trotz voller Versicherung nicht getraut haben.

 

Am Nachmittag haben wir dann noch einen ausgiebigen Strandspaziergang unternommen und den Kitern zugeschaut. 

Tag 3 – Sant Elm – Sa Dragonera – Cala Pi - Fira del Ram

Heute sollte es dann endlich auf die Dracheninsel Sa Dragonera gehen. Wegen Tunnelbauarbeiten muss man zur Zeit durch Paguera fahren, wo es sich ordentlich staut. Nach fast 1,5 Stunden sind wir dann aber in Sant Elm angekommen. Fünf Minuten vor Abfahrt der Fähre. Am Ortseingang gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz, wo man für 4 EUR pro Tag parken kann. Im Ort selbst gibt es, zum mindest in der Nebensaison, auch kostenlose Parkmöglichkeiten, aber dafür war keine Zeit. Also schnell Richtung Fähre gelaufen, wo schon an die 30 andere Touristen warteten. Nach 30 Minuten rief dann jemand die Nummer der Fähre an und erfuhr, dass trotz Reservierung heute keine Fähre fahren würde. Ganz toll. Angeblich Morgen wieder.. Einige der anderen waren gestern schon da und wurden auf heute vertröstet.. 

Naja, es sollte einen Wanderweg zum Torre de Cala en Basset, einem alten Turm, geben, von wo aus man die Insel in ihrer ganzen Pracht bewundern sollte. Leider war der Weg für uns trotz ausgedruckter Beschreibung absolut nicht erkennbar und so sind wir nach einer Stunde wieder umgedreht und zum Auto zurück gelaufen. Unterwegs haben wir noch andere Wanderer getroffen, vielleicht waren die schlauer wie wir 😉

 

Trotzdem hatten wir von unterwegs einen tollen Blick auf die ganze Insel. Und mal ehrlich son bisschen rumgekraksel hat doch auch was abenteuerliches.

Cala Pi

Auf Wunsch meines Freundes (ja, manchmal darf er sich auch was wünschen ;)) ging es dann zur Cala Pi, einer zauberhaften Bucht zwischen der Steilküste.

Wir haben kostenlos auf dem Public Parkplatz geparkt und sind das kleine Stück zur Bucht gelaufen. Wenn man die erste Treppe runter geht, kann man ein Stück links entlang gehen und hat von dort einen tollen Blick auf die Bucht und eine coole Fotolokation.

 

Rechts runter kommt man dann zum Strand. Hinter den Häusern auf der linken Seite führt eine Steintreppe nach oben zu einem Wanderweg, dem wir gefolgt sind. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf die Bucht und später auf den Turm und die Steinküste. 

Fira del Ram

Wusstet ihr, dass es auf Mallorca eine Kirmes gibt? Wir nicht und deshalb waren wir umso erfreuter.

 

Die Fira del Ram findet jedes Jahr von Februar bis April im Industriegebiet Son Fusteret in Palma statt. Die Parkplätze sind hier übrigens kostenlos.

Tag 4 Calo des Moro – Cala Millor

Heute hatte mein Freund Geburtstag und so sind wir mit einem ausgiebigen Frühstück entspannt in den Tag gestartet. 

Calo des Moro

Calo des Moro – die vielleicht schönste Bucht Mallorcas war heute unser erster Stopp.

Allerding kam vorher die Herausforderung, einen Parkplatz zu finden. Überall waren Parkverbotsschilder und einen Parkplatz konnten wir nicht finden. Zufällig sind wir dann in einer Sackgasse gelandet, wo kein Parkverbotsschild stand und sind dort einfach stehen geblieben ;D Ich verlinke euch das mal. 


Dort sind wir dem Wanderweg ca. 10 Minuten gefolgt. Dann hatten wir auch schon einen tollen Blick auf die Bucht. Eine steile Steintreppe führt nach unten zum Wasser und zu den Sandsteinhöhlen. Man kann auch in zwei Höhlen hinein gehen und diese schönen Fotos machen

 

Im Sommer bei strahlend blauem Himmel muss sie zwar noch schöner sein, doch auch im Winter hatte sie das gewisse etwas. Die Bucht wird umgeben von hohen Klippen, die mit Pinien und Kiefernhainen bewachsen sind. 

Cala Millor

Anschließend ging es weiter nach Cala Millor. Hier habe ich vor 18 Jahren meinen ersten Mallorca Urlaub verbracht. In der Zeit hat sich hier einiges verändert. Die Promenade mit den Kunstgegenständen gefällt mir besonders gut. 


Überraschung

Nach dem Abendessen wurden wir in unserem Zimmer vom Hotel mit einer Flasche Sekt überrascht. Darüber haben wir uns sehr gefreut und diese auf dem Balkon genossen.

Tag 5 Tropfsteinhöhle und Unfall in Arta

Da für den heutigen Tag Regen angesagt war, haben wir uns für die Tropfsteinhöhle Coves del Drac entschieden. Hier gibt es unterirdischen Seen und wir haben so etwas noch nicht gesehen.

 

Die Tropfsteinhöhle liegt in Porto Cristo und war dank einer guten Ausschilderung schnell gefunden. Das Höhlensystem ist insgesamt 1700 m lang und es befinden sich sechs unterirdische Seen darin. Unter ihnen der größte Europas, der Lago Martel, der 177 m lang ist.

 

Ich bin immer wieder erstaunt, in welcher Vielfalt die Stalaktiten und Stalagmiten wachsen.

Trotz der Besuchermassen und des doch recht hohen Preises für eine Stunde, kann ich die Tropfsteinhöhle nur empfehlen. Zu meinem Erstaunen war es unten auch nicht kalt, sondern schwül warm. Ich weiß aber nicht, ob das immer so ist.

Arta

Von dort ging es weiter nach Arta. Hier haben wir auf dem kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Almudaina d'Artà geparkt. Die Almudaina d'Artà war eine Wehranlage und unser erstes (und leider auch letztes Ziel am heutigen Tag) Ziel.

 

Hier kann man auf der Mauer spazieren und hat einen grandiosen Blick über die Stadt. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

 

Unser letztes Ziel war es, da ich beim herunter gehen der Treppe der Mauer lieber auf dem Hosenboden hinunter gerutscht bin. Während unseres Spazierganges find es nämlich an zu regnen und es gab kein Geländer um sich fest zu halten..

 

Der Tag war dann um 13.00 Uhr beendet und ich habe den Rest im Bett verbracht. Bis heute (4 Wochen später) tut mir die Stelle weh ;D

Tag 6 Aquarium, Shopping & Palma

Da ich nicht wusste, ob und wie weit ich wieder laufen kann, haben wir uns dafür entschieden, das Aquarium zu besuchen. Hier bin ich ein bisschen hin und her gerissen, ob ich es empfehlen kann oder nicht. Einige Becken waren super schön gestaltet und dann gab es draußen Becken, die nur aus einem Swimmingpool bestanden. Dort gab es keine Pflanzen und keinen Sand auf dem Boden. Das ganze wirkte sehr traurig..

Gegen Mittag sind wir dann in das Outlet in der Nähe von Palma zum Shoppen gefahren. Ich fand die kleinen Häuschen sehr schön und es gab auch das ein oder andere gute Angebot. Wenn man in der Nähe ist, kann man hier schon mal vorbei schauen.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stopp in Palma eingelegt und wollten eigentlich endlich mal die Kathedrale von Innen besichtigen. Leider hatte diese an dem Tag bereits um 14.00 Uhr geschlossen. 

Tag 7 - Abreise

Am letzten Tag ging es gegen 05.00 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen von wo es um 08.00 Uhr auch schon zurück in die Heimat ging. 

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