Bremer Unterwelten

Die Bremer Unterwelt

Wie ihr wisst, verschenke ich gerne gemeinsame Zeit / Erlebnisgeschenke zu Geburtstagen und so haben meine Eltern dieses Jahr eine Führung durch die Bremer Unterwelten bekommen. Nach mehreren Verschiebungen dank Corona konnte diese jetzt endlich stattfinden.

 

Start der Tour war das Antikolonialdenkmal hinter dem Hauptbahnhof, welches wir leider nicht von innen besichtigen konnten, da jemand einen Schlüssel abgebrochen hatte.

Bunker unterm Hauptbahnhof

Von dort ging es weiter Richtung Hauptbahnhof, unter welchen sich ein Bunker befindet. Kaum zu glauben, dass ich jeden Morgen darüber gelaufen bin, ohne zu wissen was sich darunter befindet.

 

Der Bunker wurde 1940-1941 zum Schutz für 900 Menschen gebaut. Danach diente er 25 Jahre männlichen Obdachlosen als Unterkunft und wurde 1980 zum Atombunker umgerüstet. Hier hätte man dann immerhin 12 Stunden überleben können.. Heute steht er leer.  

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich hier jemals Menschen aufgehalten haben. 


Unterpflasterstraße

Noch überraschter war ich zu hören, dass sich unter der Discomeile eine sogenannte Unterpflasterstraße befindet, über die die Restaurants, Bars und Discos beliefert werden. 

 

Als sich vor ein paar Jahren auf der Discomeile Türsteher ein Feuergefecht lieferten, aber als die Polizei auftauchte,  spurlos verschwanden, nutzen sie eben diese Unterpflasterstraße zur Flucht. Die Polizisten kannten die Unterpflasterstraße damals nicht. Heute gehört eine Führung durch diese Straße zur Ausbildung jedes Polizisten.

 


Ehemaliges Gefängnis

Weiter ging es zur ehemaligen Ostertorwache, die heute das Wilhelm Wagenfeld Museum beherbergt. Sie wurde 1828 in Betrieb genommen und diente über 150 Jahre als Gefängnis.

 

Untergebracht waren hier Männer und Frauen, Kurzzeitgefangene, Obdachlose, Prostituierte, politische Funktionäre und Abschiebehäftlinge. Aber auch schulpflichtige Kinder, die dem Unterricht fern blieben wurden hier untergebracht. 

 

Auch die bekannte Giftmörderin Gesche Gottfried, die 15 Menschen umbrachte, verbracht ihre letzten 3 Jahre dort, bis sie 1831 öffentlich hingerichtet wurde. 


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