Die Hansestadt Bremen
Bremen ist die elftgrößte Stadt in Deutschland. Sie bildet zusammen mit der Stadt Bremerhaven das kleinste Bundesland. Bremen wurde im Jahr 1358 Mitglied der Hanse.
Im zweiten Weltkrieg war Bremen häufig Ziel von alliierten Bombenangriffen, da hier viele Rüstungsbetriebe angesiedelt waren.
Sehenswürdigkeiten
Ich bin in Bremen geboren und aufgewachsen. Aber nicht nur deshalb finde ich, dass Bremen immer einen Besuch wert ist.
Hier möchte ich euch ein paar Sehenswürdigkeiten meiner Heimatstadt zeigen.
Außerdem haben gibt es viele Sagen und Geschichten, die ich hier mit euch teilen möchte :)
Seit Mitte 2019 haben wir auch ein Bronze-Altstadt-Tast-Modell. Hier kann man sich einen guten Überblick versschaffen.
Die Bremer Stadtmusikanten
Die Bremer Stadtmusikanten sind das Wahrzeichen von Bremen und stehen beim Rathhaus.
Wenn man die Bremer Stadtmusikanten gefunden hat, sollte man die Beine des Esels umfassen und sich etwas wünschen 😊
Die Geschichte:
Der Esel flieht nach Bremen, weil er geschlachtet werden soll. Auf seinem Weg dorthin trifft er auf den Hund, die Katze und den Hahn. Auch diese drei sind alt und sollen sterben. Auch sie wollen Stadtmusikanten werden. Abends kommen sie in einen Wald und wollen dort übernachten. Sie entdecken ein Räuberhaus, erschrecken und vertreiben die Räuber aufeinandergestellt durch ihren Gesang und übernehmen das Haus. Ein Räuber kommt später in der Nacht noch einmal zurück und guckt, ob das Haus wieder betreten werden kann. Er wird daraufhin nochmals von den Vieren verjagt. Den Bremer Stadtmusikanten gefällt es in dem aus und sie beschließen dort zu bleiben.
Der Roland
Der Bremer Roland wurde 1404 auf dem Marktplatz vor dem Rathaus errichtet. 2004 wurde er zusammen mit dem Rathaus zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Das Denkmal ist mit einer Gesamthöhe von 10,21 m die größte freistehende Statue des deutschen Mittelalters.
Rolandfiguren wurden bereits im Mittelalter in vielen Städten als Zeichen der Eigenständigkeit in Form von Marktrechten aufgestellt. Obwohl er ursprünglich die Missionarisierungsbemühungen der Kirche darstellte, ist der Roland zum Symbol der Unabhängigkeit der Städte von der Kirche geworden. Daher wurde der Bremer Roland auch direkt gegenüber vom Dom aufgestellt.
Zu Füßen des Rolands liegt der Krüppel, der einer Legende zu folge einst das Gelände der heutigen Bürgerweide umkroch.
Das Rathaus
Das ursprüngliche Rathaus wurde zwischen 1405 und 1412 direkt am Marktplatz errichtet. Davon sieht man heute allerdings nicht mehr viel. Die Außenfassade wurde zwischen 1608 und 1614 von Lüder von Bentheim erneuert.
Heute wird das Rathaus überwiegend zu repräsentativen Zwecken, wie dem Schaffermahl, genutzt.
Die Gluckhenne
Wenn man sich die Fassade des Rathauses genauer ansieht, sieht man auf dem zweiten Torbogen von links die Gluckhenne in ihrem Nest mit ihren vier Küken. 1612 wurde sie dort von dem Stadtbaumeister Lüder von Benthheim angebracht.
Die Geschichte
Der Erzählung von Friedrich Wagenfeld nach fuhren Flussfischer die Weser hinauf auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Die Fischer erspähten in den Weserdünen eine Henne, die sich zu ihrem Nest begab und deuteten dies als gutes Zeichen. Wo eine Henne sich um ihre Küken sorgen kann, da sollten auch sie ein Zuhause finden. So soll Bremen gegründet worden sein 😉
Der St. Petri Dom
Der St. Petri Dom wurde im 11. Jahrhundert über dem Fundamenten der Vorgängerbauten errichtet und ist seit dem 13. Jahrhundert im Stil der Gotik gebaut. Der Dom gehört heute zur evangelisch-lutherischen Domgemeinde St. Petri und steht seit 1973 unter Denkmalschutz.
Aussichtsplattform
Von dem Turm des Doms hat man einen wunderbaren Blick über den Marktplatz und die Bremer Innenstadt.
Zuvor muss man jedoch die 265 Stufen der Wendeltreppe hinauf. Unterwechs kommt man auch an einer der vier großten Glocken vorbei (die anderen hängen im Nachbarturm). Der Turm ist ca. 985 m hoch.
Die Wallanlagen
Was früher zum Schutz der Stadt vor Angreifern erbaut wurde, wird heute zum entspannen genutzt.
Bremen war zunächst ein von einem Holzwall geschütztes Runddorf. Der Holzwall wurde später durch eine Backsteinmauer ersetzt und man zog einen Stadtgraben außerhalb dieser Mauer.
Im Jahr 1803 wurde der mittlerweile bedeutungslosen Schutzwall zu einem grünen Ring umgestaltet und steht seit 1976 unter Denkmalschutz. Die Wallanlagen waren die erste öffentliche Parkanlage in Deutschland, die durch eine bürgerliche Volksvertretung realisiert wurde. Sie sind ca. 32 ha groß und umschließen noch fast die ganze Altstadt.
Die Kaffeemühle
Die Kaffemühle in den Wallanlagen ist ein beliebtes Fotomotiv.
Sie ist eine von fünf Windmühlen aus dem 17. und 18. Jahrhundert in Bremen, die bis heute erhalten geblieben ist. Zweimal musste sie bereits wieder aufgebaut werden, da sie im 19. Jahrhundert völlig nieder brannte. Hier wurde bis 1947 sogar noch Mehl gemahlen.
Heute ist in ihr ein Cafe, wo man wunderbar verweilen kann.
Loriot Figur
Hier kann man sich einfach neben die Knollennasenfigur zur Erinnung an Loriot auf die Bank setzen und ein Foto machen.
Die Böttcherstraße
Die Böttcherstraße wurde zwischen 1922 und 1931 von Ludwig Roselius gebaut und wird auch gerne als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet. Hier gibt es auf 108 allerlei zu entdecken.
Am „Haus des Glockenspiels", kann man von Januar bis März um 12, 15 und 18 Uhr sowie von April bis Dezember zwischen 12 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde, die 30 Meißner Porzellanglocken erklingen hören. Parallel dazu rotieren 10 geschnitzte Holztafeln, die bekannte Ozeanbezwinger zeigen, an der Hausfront.
Außerdem gibt es hier gleich zwei Museen.
Im Roselius-Haus kann man eine bedeutende Sammlung niederdeutscher Wohnkultur und Kunstwerke vom Mittelalter bis zum Barock sehen und im Paula Modersohn-Becker Museum Werke der namensgebenden Künstlerin bestaunen.
Der sieben Faulen Brunnen
Von Bernhard Hoetger
Der Legende zufolge fanden die sieben „faulen“ Söhne eines Bauern in Bremen keine Arbeit und so zogen sie raus in die Welt. Nach Jahren kehrten sie reich an Wissen und Erfahrung zurück und brachten moderne Methoden für den landwirtschaftlichen Betrieb des Vaters mit.
Übrigens: Auch die vier Stadtmusikanten zieren den Brunnen. Der Hahn wurde jedoch entwendet.
Das Robinson-Crusoe-Haus
Die Romanfigur Robinson Crusoe war tatsächlich Sohn eines Bremer Kaufmanns. Der Vater hieß ursprünglich Kreuznaer, wanderte nach York in Nordengland aus, wo der Nachname ins Englische mit Crusoe übersetzt wurde.
Auch hier findet man die Gluckhenne mit ihren Küken.
Der Schnoor
Der älteste Stadtteil von Bremen verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem plattdeutschen Wort für Schnur. Die Häuschen reihen sich hier aneinander wie Perlen auf einer Schnur. Eine andere Möglichkeit ist, dass hier früher Schiffstaue hergestellt wurden.
Hier kann man auf jeden Fall wunderbar bummeln, lecker Essen und es sich gut gehen lassen.
Außerdem findet man hier das Bremer Geschichtenhaus und das Packhaustheater.
Sögestraße
Ein weiteres beliebtes Kunstwerk ist die 1974 von einer Kaufmannsgruppe gestifteten Gruppe des Schweinehirten mit Schweinen und Hund. Sie stehen direkt am Eingang der Sögestraße. Ihren Namen hat sie, weil früher hierdurch die Schweine zum Markt getrieben wurden.
Immer, wenn ich mich mit Freunden in der Stadt treffe verabreden wir uns bei den Schweinen 😉
Folgt bald:
Die Schlachte
Das Viertel
Der Bleikeller
Bremen zur Weihnachtszeit
Bremen ist zur Weihnachtszeit wunderschön und läd zu einem Ausflug ein. Es gibt einen ganz tollen Weihnachtsmarkt und auch ein paar Karussells.
Dieses Jahr war ja nun alles anders, aber Bremen hat sich trotzdem was einfallen lassen:
























Kommentar schreiben