Ein Urwald um die Ecke – Der Hasbruch
Auch wenn Corona uns viel Schlechtes gebracht hat, hatte es für uns auch was Gutes.
Wir haben endlich mal die Umgebung um unsere Heimat herum besucht und schätzen gelernt. Es gibt so viele schöne Orte, quasi direkt vor der Haustür, die wir sonst gar nicht besucht hätten.
Es fehlte oft die Motivation los zu fahren und sich hier etwas anzusehen. Da gab es immer wichtigeres im Haus oder Garten zu tun. Vieles was wir uns jetzt im Winter angesehen haben, wollen wir unbedingt noch einmal im Sommer sehen und falls wir nicht wegfliegen können, habe ich schon ganz viele Ideen, was wir noch machen können.
Nachdem es uns vor einigen Wochen im Wernerwald so gut gefallen hat, wollten wir dieses Wochenende noch einmal einen Wald besuchen. Der Hasbruch stand schon länger auf der Liste, wurde aber immer wieder verschoben. Warum sollte man auch eine Stunde durch die Gegend fahren, nur um in einem Wald spazieren zu gehen ?
Wie haben wir getäuscht 😉
Aber lest selbst:
Zunächst ein paar Fakten:
Der Hasbruch ist ein historisch alter Wald. Der Name stammt möglicherweise von dem indogermanischen Wort für Wasser und dem niederdeutschen brook für Bruch ab., also Wasserbruch. Er ist ca. 630 Ha groß und liegt zwischen Delmenhorst und Oldenburg.
1800 wurde begonnen den Wald wieder herzurichten. Aus dieser Zeit stammen auch die alten Eichen des Waldes.
Heute ist er ein europaweit bedeutendes Naturschutzgebiet.
Der Hasbruch wird auch oft als Urwald bezeichnet, dies stimmt so allerdings nicht. Man meint hier einen Teilbereich vom 40 Ha, der seit 150 Jahren sich selbst überlassen wird und damit komplett unbewirtschafteten ist. Dieser wird auch als Hutewald bezeichnet.
Wenn Ihr noch mehr wissen möchtet, empfehle ich Euch die offizielle Homepage zu besuchen.
Hier der Link:https://www.hasbruch.de/
Unser Spaziergang
Geparkt haben wir beim Parkplatz Westerloge. Dieser ist als Parkplatz nicht wirklich zu erkennen und so haben wir uns an den
Straßenrand gestellt. Von hier führt der ausgeschilderte Specht-Zugangsweg zum roten Hauptwanderweg. Wir sind den Weg dann rechts rum gelaufen.
Der Hasbruch ist übrigends der einzige Wald bisher, der so toll ausgeschildert ist, dass man sich wirklich nicht verlaufen kann und
immer weiß, wohin man muss. Selbst die Sehenswürdigkeiten, wie die Friederikeneiche, sind ausgeschildert und unterwegs gab es weitere Infotafeln.
Friederikeneiche
Um zu der Friederikeneiche zu kommen, verlässt man den Hauptwanderweg. Die Friederikeneiche ist ebenfalls super ausgeschildert gewesen, so dass man sie nicht verfehlen konnte. Sie ist ca. 1250 Jahre alt und hat einen Durchmesser von 3,2 Metern. Damit gehört sie zu den ältesten und mächtigsten Eichen in Deutschland.
Jagdhütte
An der Friederikeneiche vorbei geradeaus, die nächste Abzweigung links und dann die nächste Abzweigung rechts an der Holzfigur vorbei ging es Richtung Jagdhütte. Die Jagdhütte wurde 1857 erbaut und ist heute denkmalgeschützt. Früher war sie eine Unterkunft für die Forstleute und heute kann man hier wunderbar verweilen. Es gibt auch Campingtische.
Aussichtsturm
Ein paar Meter weiter steht der 12 m hohe Aussichtsturm, der 2010 erbaut wurde, und trotz Lockdown geöffnet war. Beim raufgehen wurde sich abgewechselt, so dass immer nur die oben waren, die auch zusammen im Wald waren. Über ein paar Holztreppen erreicht man die Aussichtsplattform, von der man einen tollen Blick auf die Jagdhüttenwiesen und die Brookbäk hat.
Amalieneiche
Von der Amalieneiche sind leider nur noch die Reste zu sehen.
Baum umarmen
Ich wurde letztens gefragt, ob ich schon einmal einen Baum umarmt hätte. Ich hab nur skeptisch angeguckt und nein gesagt.
Jetzt standen wir also im Wald und ich sag zu meinem Freund:“Ich umarme jetzt einen Baum“. Er hat nur gelacht und das Foto gemacht.
Ein Waldbad, wie man das Bäume umarmen auch nennt, soll Stress abbauen, den Blutdruck senken, Depressionen mildern und die Kraft und Energie des Baumes soll so auf einen übergehen können.
Entspannend und lustig war es auf jeden Fall 😉












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