Tag 1 - Karfreitag
Da wir aus Bremen kommen, hatten wir eine angenehm kurze Anreise von nur etwa einer Stunde. So konnten wir ganz entspannt zu Hause alles vorbereiten und sind gegen 10:00 Uhr mit dem Auto losgefahren.
Kurz nach 11:00 Uhr sind wir angekommen, haben eingecheckt und direkt unsere Armbänder erhalten. Unser Apartment war allerdings erst ab 16:00 Uhr bezugsfertig.
Also hieß es: Buggy raus, Kind eingepackt und erst einmal die Umgebung erkunden. Zunächst ging es durch den kleinen Ort, der im Grunde nur aus einer Straße besteht – mit ein paar Restaurants, einem Bäcker (der sogar Kaffee mit Milchalternativen anbietet) und einem großen Souvenirshop. Von dort aus sind wir weiter zum Wattenmeer spaziert. Auf den asphaltierten Wegen lässt es sich wunderbar laufen. Außerdem gibt es dort einen großen, wirklich schönen Spielplatz und eine Drachenwiese – perfekt für Familien.
Da wir um 13:00 Uhr eine Hofführung auf der Lama Ranch Narvanas gebucht hatten, ging es anschließend rechtzeitig zurück zum Auto.
Die Lama Ranch ist ein liebevoll geführter Resthof, auf dem viele gerettete Tiere ein Zuhause gefunden haben. Neben insgesamt 17 Lamas gibt es dort unter anderem Ziegen, Hunde, Hühner, Katzen, Meerschweinchen, Vögel und Kaninchen. Zu jeder Tierart erhält man während der Führung spannende Hintergrundinformationen und kleine Geschichten. Besonders schön: Die Kaninchen und Lamas durften auch gestreichelt werden.
Das gesamte Angebot basiert auf Spenden, und es gibt zusätzlich einen kleinen Hofshop. Die Anmeldung funktioniert unkompliziert über WhatsApp. Eine unglaublich herzliche Familie und ein Erlebnis, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Wer möchte, kann dort auch eine Lamawanderung buchen.
Im Anschluss ging es zurück zum Center Parcs. Da meine Tochter unterwegs eingeschlafen ist, haben wir die Zeit bis zur Zimmerfreigabe ganz entspannt auf einer Bank in der Sonne verbracht.
Wir hatten bewusst ein Apartment gebucht, da eine eigene Küche mit Kleinkind einfach deutlich praktischer ist. Leider haben wir ein Apartment unterm Dach erwischt – mit Buggy ist das natürlich etwas umständlich. Der erwartete Balkon hat uns ebenfalls gefehlt.
Insgesamt ist das Apartment schon etwas in die Jahre gekommen und hier und da könnte definitiv nachgebessert werden. Positiv hervorzuheben ist aber, dass alles sauber war und für unseren kurzen Aufenthalt völlig ausgereicht hat.
Als Nächstes stand natürlich das Schwimmbad auf dem Plan. Vorab hatte ich schon einiges Negatives darüber gelesen – und ja, ein bisschen in die Jahre gekommen ist es tatsächlich. Besonders die Umkleidekabinen, von denen man auch in vielen Google-Bewertungen liest, sind teilweise wirklich nicht mehr schön (Stichwort: Schimmel). Da fragt man sich schon, warum diese Bereiche nicht einfach gesperrt werden.
Die Temperatur im Bad war in Ordnung. Das Wasser hätte für meinen Geschmack etwas wärmer sein können – wobei ich als echte Frostbeule sagen muss, dass es trotzdem okay war. Wir waren ohnehin immer nur 1–2 Stunden dort. Längeres Verweilen fällt eher schwer, da es kaum Möglichkeiten gibt, sich gemütlich hinzusetzen oder zu entspannen – es stehen lediglich ein paar Plastikstühle zur Verfügung. Da man das Bad aber jederzeit verlassen und wiederkommen kann, hat uns das nicht allzu sehr gestört.
Zum Abendessen haben wir den Asia-Imbiss ausprobiert. Kann man machen – einmal reicht dann aber auch.
Tag 2
Nach einer erholsamen Nacht führte unser erster Weg am Morgen zum Bäcker. Alternativ kann man auch direkt im Center Parcs frühstücken oder sich dort Brötchen holen.
Gut gestärkt ging es danach natürlich wieder ans Watt. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir eine schöne Runde gedreht und anschließend noch Zeit auf dem Spielplatz verbracht – eine perfekte Kombination für Groß und Klein.
Nach dem Mittagessen sind wir zu einem etwa 10 Minuten entfernten Supermarkt gelaufen. Dort war gerade ein kleiner Ostermarkt aufgebaut, was für eine richtig schöne, festliche Stimmung gesorgt hat. Sogar der Osterhase war vor Ort und hat kleine Süßigkeitentüten an die Kinder verteilt – ein echtes Highlight für die Kleinen.
Danach ging es wieder ins Schwimmbad, wo wir den Nachmittag entspannt ausklingen lassen haben.
Zum Abendessen haben wir uns eine Pizza beim Italiener um die Ecke geholt. Eigentlich hatten wir noch geplant, zum Osterfeuer mit Feuerwerk zu gehen, aber unsere Tochter war einfach zu müde – also ging es stattdessen früh ins Bett.
Tag 3 - Ostersonntag
Heute war es richtig windig. Aber wie heißt es so schön: Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Also haben wir uns davon nicht abschrecken lassen und sind zunächst eine kleine Runde runter zum Watt gegangen. Danach ging es noch auf den Spielplatz, bevor der Mittagsschlaf anstand.
Nach dem Mittagsschlaf machten wir uns auf den Weg Richtung Restaurant Perla, denn wir hatten gehört, dass der Osterhase dort fleißig war und man ab 14:30 Uhr auf die Suche gehen konnte. Da unsere Tochter noch keine Süßigkeiten bekommt, haben wir uns das Ganze eher entspannt angeschaut und die Atmosphäre genossen. Ein Foto mit dem Osterhasen durfte natürlich trotzdem nicht fehlen. Für die Kinder gab es außerdem Musik, Kinderschminken und weitere kleine Aktionen – wirklich schön gemacht.
Um 15:15 Uhr startete dann die Osterrallye vom Center Parcs. Auch hier war der Osterhase wieder dabei und stand für Fotos bereit. Auf dem gesamten Parkgelände waren kleine Plastik-Ostereier versteckt, die von den Kindern gesucht werden konnten. Leider zeigte sich hier das typische Problem solcher Aktionen: Einige Kinder hatten gleich mehrere Eier, während andere leer ausgingen. Die gefundenen Eier konnten anschließend an einem Stand gegen Süßigkeiten eingetauscht werden. Da wir selbst kein Ei mehr ergattern konnten, wissen wir leider nicht genau, was es als Geschenk gab. Unsere Tochter war darüber natürlich etwas traurig. Wir waren pünktlich zum Start an der Bühne, aber bis wir draußen waren, waren die meisten Eier leider schon eingesammelt. Also lieber etwas weiter hinten stehen ;)
Danach sind wir ins Schwimmbad gegangen, das zu unserer Überraschung angenehm leer war – ein perfekter Abschluss für den Tag.
Zum Abendessen haben wir uns noch eine Pizza aus dem Market Dome mit aufs Zimmer genommen und sind danach ziemlich müde ins Bett gefallen.
Tag 4 - Ostermontag
Als wir heute Morgen aufgewacht sind, schien die Sonne und auch der Wind hatte genau die richtige Stärke – perfekte Bedingungen für einen Ausflug ans Watt. Nach dem Frühstück hieß es also: warm anziehen und los!
Für meine Tochter war es das erste Mal im Watt, und das Hüpfen auf dem Meeresboden war definitiv ein Highlight. Es ist einfach schön zu sehen, wie viel Freude so einfache Dinge machen können.
Danach durfte natürlich ein Besuch auf dem Spielplatz nicht fehlen, bevor wir weiter zur Drachenwiese gezogen sind. Ehrlich gesagt: Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Drachen habe steigen lassen. Dabei macht es so viel Spaß.
Für den Mittagsschlaf ging es anschließend zurück ins Apartment. Während meine Tochter geschlafen hat, habe ich schnell unser Mittagessen vorbereitet – ganz unkompliziert Nudeln mit Pesto.
Den Nachmittag haben wir dann noch einmal im Schwimmbad verbracht und unseren Aufenthalt entspannt ausklingen lassen.
Nach dem Schwimmen haben wir schließlich das Auto beladen und uns auf den Heimweg gemacht, da für uns am Dienstag schon wieder der Alltag anstand. Wir hätten zwar auch noch eine Nacht länger bleiben und erst am Dienstagmorgen fahren können, aber so war es für uns deutlich entspannter.
Fazit – Lohnt sich der Aufenthalt im Center Parcs?
Unser Kurztrip war insgesamt eine richtig schöne kleine Auszeit – vor allem durch die tolle Lage in direkter Nähe zum Wattenmeer. Gerade mit Kleinkind ist die Kombination aus Natur, Spielplätzen und kurzen Wegen wirklich ideal.
Besonders gut gefallen haben uns die Spaziergänge am Watt, die vielen Spielmöglichkeiten und die liebevoll gestalteten Osteraktionen. Auch die Lama Ranch war für uns ein absolutes Highlight und definitiv eine Empfehlung wert.
Der Center Parcs selbst hat uns allerdings mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Unser Apartment war zwar sauber, aber schon etwas in die Jahre gekommen. Vor allem die Matratzen müssen dringend mal getauscht werden. Auch das Schwimmbad könnte an einigen Stellen modernisiert werden. Für einen kurzen Aufenthalt war es dennoch völlig in Ordnung – vor allem, weil man sich die Zeit gut selbst gestalten kann und nicht ausschließlich auf die Anlage angewiesen ist.
Praktisch fanden wir die Flexibilität, jederzeit ins Schwimmbad gehen zu können, sowie die Möglichkeit, sich im Apartment selbst zu versorgen.
Gerade mit Kind ist das ein großer Pluspunkt.
Unser Tipp:
Nutzt unbedingt die Umgebung außerhalb des Parks – das Watt, die Spielplätze und kleine Ausflüge in der Nähe machen den Aufenthalt erst richtig besonders. Und wer Tiere mag, sollte sich die
Lama Ranch auf keinen Fall entgehen lassen.
Alles in allem war es für uns eine schöne, entspannte Familienauszeit mit kleinen Abstrichen – aber vielen tollen Erinnerungen im Gepäck.











Kommentar schreiben