3-Städte-Trip: Budapest, Wien & Bratislava März 2023
Tag 1 - Anreise Budapest
Um 08.00 Uhr ging es mit dem Auto zum Flughafen (ja, wieder erst zwei Stunden vor Abflug) von wo aus es dann um 10.00 Uhr mit Ryanair nach Wien ging. Von zu Hause hatte ich bereits bei Flixbus gebucht und so ging es um 12.35 Uhr direkt weiter nach Budapest. Es war meine erste Fahrt mit dem Flixbus und sicher nicht die letzte. Der Bus war pünktlich, sauber und bequem.
Vom Busbahnhof sind wir zur U-Bahnhaltestelle gelaufen, wo wir uns ein 24-Stunden-Ticket für jeweils EUR 7,16 gekauft haben. Dann sind wir mit der M8 zu unserem Hotel Giselle Vintage Doubles gefahren. Das Hotel war ein ehemaliger Mietpalast und sah echt toll aus.
Nach dem Check in haben wir uns dann auch gleich auf den Weg gemacht, die Stadt zu erkunden. Zu Fuß ging es zunächst zur zweitgrößten Synagoge der Welt. Ihr Bau dauerte ganze 5 Jahre. Wenn man links um das Gebäude rumläuft kann man auch das Holocaust-Denkmal „Baum des Lebens“ durch einen Zaun sehen. Die stählernen Blätter der Trauerweide sind mit den Namen der Opfer beschriftet.
Von dort ging es weiter zur Szimpla Kert Ruinbar. Sie war die erste Ruinbar und ist definitiv einen Besuch wert. Mit viel Kreativität und wenig Geld wurde sie von Studenten eröffnet. Da sich langsam der Hunger bemerkbar machte ging es weiter zu Retro Langos, da es hier u.a. vegane Langos gibt und man mit Karte bezahlen kann. Allgemein konnten wir in Budapest alles mit Karte bezahlen und mussten für unseren Kurztrip kein Geld vom Automaten holen.
Nach dem Essen ging es auf die Buda-Seite der Stadt. Ich wollte unbedingt das beleuchtete Parlament sehen.
Die mit 1,7 Millionen Einwohnern größte Stadt Ungarns ist durch die Donau in die Stadtteile Buda und Pest geteilt. Bis 1873 waren die beiden Ortsteile eigenständige Städte.
Anschließend sind wir zurück ins Hotel und früh schlafen gegangen. Schließlich wollen wir am nächsten Tag ganz viel sehen.
Tag 2 – Budapest
Heute ging es mit der Bahn zunächst auf die Buda-Seite. Geplant war, dass wir mit der Standseilbahn auf den Burgenberg fahren. Wie gesagt geplant.. Es stellte sich vor Ort nämlich heraus, dass die Bahn an dem Tag geschlossen hatte. Sehr schade, aber so haben wir auch 8 EUR gespart 😉
Die Standseilbahn wurde 1870 erbaut, im zweiten Weltkrieg jedoch schwer beschädigt und erst 1986 wiedereröffnet. Man kann jedoch auch rechts oder links über Treppen den Berg hinauf laufen. Das Ganze hat auch höchstens 15 Minuten gedauert und auch von hier hatte man einen tollen Ausblick auf die Stadt und vor allem auf die Standseilbahn, den man sonst nicht gehabt hätte.
Wir haben den rechten Weg genommen und sind oben beim Sanddornpalast rausgekommen. Der Sanddornpalast ist der Sitz des ungarischen Präsidenten.
Wir sind dann weiter rechtsrum zur Matthiaskirche gelaufen, wo u.a. Kaiser Franz und Kaiserin Sissi gekrönt wurden. Eine tolle Kirche, oder? Leider waren wir nicht drinnen.
Dort befindet sich auch direkt die Fischerbastei, deren 140 m lange Hauptfassade parallel zur Donau verläuft und daher einen tollen Ausblick auf diese bietet. Die sieben spitzen Steintürme symbolisieren die Stammesführer Ungarns.
Wir sind dann zurück zum Burgpalast gelaufen und haben uns dort noch ein bisschen umgesehen, bevor wir zu Fuß den Berg wieder hinunter gelaufen sind.
Nach einer kurzen Frühstückspause im Hotel ging es dann auf der Pest-Seite mit der Erkundung weiter. Unser erster Stopp war die St. Stephans Basilika. Der Ticketshop ist ausgeschildert und befindet sich auf der rechten Seite neben der Basilika. Wir haben zwei Tickets für die Basilika und die Aussichtsterrasse gekauft.
Als erstes sind wir in die Basilika und waren direkt beeindruckt. Vor allem die 96 m hohe Kuppel ist der Wahnsinn. Anschließend sind wir mit dem Fahrstuhl zur Aussichtsterrasse gefahren. Wer möchte kann natürlich auch laufen. Von oben hat meinen einen wahnsinnigtollen Blick auf die Stadt.
Dann ging es weiter zum Parlament, dass wir am Abend vorher ja schon von der gegenüberliegenden Seite bewundern konnten. Die Bauzeit des Gebäudes betrug 17 Jahre (!). Seit 1902 ist es der Sitz der ungarischen Nationalversammlung.
Unser nächster Stopp waren die Schuhe am Donauufer. Sie sind eine Erinnerung an die ungarischen Juden, die unschuldig erschossen und in Donau geworfen wurden.
Da man in Ungarn Gulaschsuppe essen muss, ging es am Abend ins Napfényes Vegan Gaststäte und Konditorei. Einem veganen Restaurant, dass sich hinterm Hotel befand und uns sehr gut gefiel.
Tag 3 Budapest - Wien
Heute Morgen ging es um kurz nach 8.00 Uhr in die Markthalle. Dort sind wir ein bisschen rumgeschlendert und haben uns anschließend im Keller bei Aldi noch Frühstück geholt. Natürlich durfte ein kurzer Fotostopp an der Freiheitsbrücke nicht fehlen.
Mit der Bahn ging es dann zum Heldenplatz, der anlässlich des 1000-jährigen Bestehens des Landes 1896 gebaut wurde. Die zentrale Säule stellt den Erzengel Gabriel und am Fuß steht die zentrale Statue von Prinz Arpad und den Eroberern, welche die Häuptlinge der sieben Stämme waren.
Hinter ihnen sind links und rechts die ungarischen Herrscher in einem Bogen dargestellt.
Da sich die Burg Vajdahunyad direkt dahinter befindet, haben wir noch einen kurzen Abstecher unternommen, bevor es wieder zurück zum Hotel ging.
Nach einem kurzen Frühstück ging es dann zum Bahnhof und um 11.40 Uhr mit dem Zug nach Wien. Hier hatten wir eine Ferienwohnung in der Nähe des Hauptbahnhofs.
Gegen 16.00 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht, Wien zu erkunden. Leider regnete es die ganze Zeit.
An der Haltestelle befand sich direkt die Staatsoper, die doch deutlich größer war, wie erwartet. Bestimmt auch spannend von innen zu sehen.
Anschließend haben wir Goethe und Mozart besucht.
Unser eigentliches Ziel war allerdings die Wiener Hofburg, die ehemalige Winterresidenz, die heute u.a. die Nationalbibliothek, Museen und die Büros des Bundespräsidenten beherbergt.
Von dort ging es zu Fuß weiter zur Karlskirche. Einer wunderschönen Barockkirche aus dem Jahr 1737, die ich gerne auch von Innen besichtigt hätte. Weil man erst nach einigem Suchen und Nachfrage, den Preis von knapp EUR 10,00 p.P. rausfinden konnte, war ich so genervt, dass ich dann doch verzichtet habe.
Mit der U-Bahn ging es dann zurück zur Wohnung, wo wir uns Nudeln mit Tomatensoße gekocht haben.
Tag 4 - Wien
Heute stand um 10.00 Uhr die Besichtigung von Schloss Schönbrunn auf dem Programm. Die Eintrittskarten hatte ich bereits zu Hause gekauft. Das Schloss Schönbrunn wurde im 18. Jahrhundert für Kaiserin Maria Theresia erbaut und ist das größte Schloss in Österreich. Im Eintrittspreis enthalten war auch ein Audioguide, über den man viel Wissenswertes erfahren konnte. Leider ist das Fotografieren im Schloss verboten.
Dafür haben wir das bei der anschließenden Besichtigung des Schlossgartens und der Gloriette, von wo aus man einen tollen Blick auf das Schloss und die Stadt hat, nachgeholt.
Gegen Mittag ging es dann in die Innenstadt. Ein Besuch des wichtigsten Wahrzeichen in Wien, dem Stephansdom darf nämlich nicht fehlen. Der Dom ist von außen Beeindruckend und so waren wir überrascht, dass der Eintritt tatsächlich kostenlos war. Allerdings war gerade Messe und so haben wir uns nur kurz umgesehen.
Anschließend sind wir über den Graben und den Kohlmarkt, den teuersten Einkaufsstraßen Wiens geschlendert und von dort weiter zum Rathaus. Im Park steht übrigens der tolle Schriftzug mit #Wienliebe.
Nach einer leckeren Mittagspause im Ebi 1, wo es All you can eat für 16 EUR p.P. gibt, ging es vollgefuttert weiter zur Votivkirche, die leider noch immer renoviert wird.
Von hier ging es dann zum Hundertwasserhaus, das zu den architektonischen Highlights zählt und vom Künstler Hundertwasser gestaltet wurde. Wer in diesem Haus wohnt, darf die Fassade rund um die Fenster selbst gestalten
Gegenüber befindet sich das Hundertwasservillage mit Shops und Cafés. Hier kann man schön mal durch Bummeln und das ein oder anderen Mitbringsel shoppen.
Dann ging es endlich zum Prater. Ich habe mich schon die ganze Zeit auf die Fahrt mit dem Riesenrad gefreut. Allerdings sind die Preise nochmal gestiegen und eine Fahrt kosten nun EUR 13,50 p.P. Aber auch das hat uns nicht abgehalten und wir wurden mit einer tollen Aussicht belohnt.
Im Anschluss sind wir noch etwas über den Prater gebummelt, bevor es zurück zur Wohnung ging
Tag 4 - Bratislava
Heute sollte es in die Hauptstadt der Slowakei, nach Bratislava gehen. Von Wien aus erreicht man Bratislava mit dem Zug in etwas über einer Stunde und bietet sich daher als Tagesausflug super an. Am Wiener Hauptbahnhof haben wir uns das Bratislava-Ticket für 18 EUR p.P. gezogen mit dem man auch den ÖPVN dort nutzen kann.
Angekommen sind wir am Bahnhof Preßburg Hauptbahnhof. Wenn man den Bahnhof verlässt fahren auf der Linken Seite die Busse.
Wir sind mit dem Bus zunächst zur Burg Bratislava gefahren. Diese liegt auf einem Hügel und so mussten wir nur runter laufen und nicht hoch. Die Burg war ursprünglich der Sitz der Herrscher. Heute befindet sich darin ein Museum.
Von der Burg aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und kann sogar das UFO, eine Aussichtsplattform auf der Brück Most SNP sehen.
Bergab ging es direkt Richtung Kathedrale St. Martini, die wir schon von oben sehen konnten. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist die ehemalige Krönungskirche. Leider war gerade Messe, so dass wir sie nicht von Ihnen sehen konnten. Der Eintritt soll jedoch kostenlos sein.
Weiter ging es zum Čumil, einen Bronzestatur, die aus einem Kanal schaut. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv.
Von dort ging es zur St. Elisabethkirche. Sie ist im Jugendstil erbaut und alles ist blau. Wirklich beeindruckend. Durch ein Fenster konnte man das Innere sehen.
Nach blau kommt rosa und so ging es weiter zum Primatial Palais, dem Sitz des Oberbürgermeisters. Außerdem befindet sich hier die Galerieexposition. Gebaut wurde der Palais im 18. Jahrhundert.
Quasi um die Ecke befindet sich das alte Rathaus, das ursprünglich Sitz der städtischen Verwaltung war, nun ein Museum beinhaltet. Den Turm kann man gegen eine kleine Gebühr besteigen.
Auf dem Platz vor dem Rathaus befinden sich auch diese beiden Staturen. Links der schöne Ignatius, ein berühmter Exzentriker Bratislavas, der durch seine Eleganz und Gutherzigkeit bekannt war. Auf der rechten Seite findet man einen Napoleon Soldaten.
Durch das Michaeltor haben wir die Altstadt wieder verlassen und sind zum Palais Grassalkovich gelaufen. Dieser stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist seit 1996 Sitz des Präsidenten.
Mit der Straßenbahn ging es zurück zum Hauptbahnhof und dann mit dem nächsten Zug zurück nach Wien. Da noch früher Nachmittag war und die Sonne schien, haben wir das Schloss Belveder besucht. Dieses wurde 1714 erbaut. Das Schloss und die Parkanlage sind wirklich sehenswert.
Anschließend ging es noch kurz zum Naschmarkt.
Tag 5 - Heimreise
Da unser Rückflug bereits um 13.20 Uhr ging und es draußen wirklich nicht schön war, haben wir den Morgen bei einem langen Frühstück genossen und sind anschließend direkt zum Flughafen gefahren.
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